... Gummiball Flummi?

Flummi oder die wahre Geschichte warum ein Hund den Namen eines Gummiballs trägt

Hallo...mein Name ist Flummi, ich bin ein haariges Tier auch Hund genannt. Ich bin eine Mischung zwischen Australian Shepherd und Kuvasz und einfach ein Traum. Michaela fragte mein Frauchen Uschi, ob sie nicht erzählen wolle, wie unsere erste Begegnung so war. Nun ja es war so, am 03.04.2004 war ein ganz besonderer Tag, denn da kamen diese 2 Wesen die mir den Tag versüßten. Ich war an diesem Tag ganz schön nervös, denn Michaela hatte mir ins Ohr geflüstert, dass jemand sich für mich interessierte. Es kamen einige, aber sie kamen leider nicht wieder, denn ich bin schon ein anspruchvolles Kerlchen. Meine Rassen vereinen, „sportliche Beschäftigung, viel Geduld und Hundeerfahrung“ Außerdem bin ich eher der schüchterne Typ gewesen, da ich in meinem 3 Jährigen Hundeleben schon einiges mitgemacht habe. Meine ehemaligen Besitzer ließen mich mit meiner Mama und Schwestern sowie meinem Onkel in einer schäbigen Scheune hausen, auch geschlagen wurde ich und deshalb hatte ich auch große Angst vor Männern. Ach ja und meine Schwester hat mir sogar eine so schwere Bisswunde unterm Auge zugefügt, eine große Narbe wird mich daran ein Hundelebenlang erinnern. Auch ließ ich mich anfangs nur ungern dort streicheln, doch heute ist das kein Problem mehr. Nun ja, es kam der Tag und ich war in meinem Auslaufgehege unterwegs um ein wenig frische Luft zu schnappen. Ich wollte gerade mit meinem Quietschi spielen, als Herr Krämer um die Ecke kam. Hm ich kannte ihn ja schon, doch da kamen auf einmal noch 2 Menschen. Das weibliche Wesen lächelte mich von weitem an und rief nach meinem Namen „Flummi, mein Schatz, ja komm her“. Diese süße Stimme verzauberte mich sofort und es war Liebe auf den „Ersten Blick“..

 

Ich rannte von meiner hintersten Ecke auf diese Person zu und als sie dann ihre Hand durch den Zaun steckte, konnte ich nicht anders. Ich wedelte wie wild mit meinem buschigen Schwanz, schleckte ihr die Finger ab und danach grinste ich beide mit meinem „Zahnpasta-Lächeln“ so an, dass sie und ihr Freund Michael, der auch am Zaun angekommen war und auch so „freundlich“ roch, gar nicht anders konnten als das Gleiche zu fühlen, wie ich. Wir wussten alle DREI, wir gehören zusammen. Ich glaube es war einfach Schicksal, dass Uschi mein Foto im Internet erblickte.

Aber auch mein Äußeres überzeugte Uschi und Michael wohl ganz schön, ich sah es an ihren Gesichtern, bin ja auch ein fesches Kerlchen. Vor allem weil ich ja fast weiß bin und meine rechte Seite zeigt den Australian Shepherd in mir in den wunderschönen Farben Schwarz/Rotbraun...und diese Augen, denen kann doch keiner widerstehen, oder? Auch Herr Krämer schaute nicht schlecht. Er zog mir mein Geschirr an und es ging los. Herr Krämer begleitete uns noch zum Ausgang und schon ging es los mit Gassi gehen. Man war das toll, soviel frische Luft, so schöne grüne Wiesen und vor allem diese Streicheleinheiten waren der Hit...ich war ganz hin und weg. Ein Traumtag für jeden Hund, dass kann ich Euch sagen. Nun ja, als wir nach 4 Stunden wieder ankamen, musste ich leider wieder in meinem Zwinger, doch ich glaubte meinen Hundeohren nicht, als ich hörte „Wir wollen Flummi zu uns nehmen, er ist ein Traumhund“. Ich sag`s Euch, mein Herz schlug wie wild und die Woche bis zum besagten Tag, es war der 09.04.2004 kam mir vor wie eine Ewigkeit. Aber Michaela, meine Gassigeherin und das gesamte Team von TH Marktoberdorf machten mir den Aufenthalt so angenehm wie möglich. Von Ihnen habe ich auch gutes Benehmen gelernt. Danke nochmals.

So, am 09.04.2004 musste ich sehr früh raus und durfte mit meinen Hundefreundinnen von Michaela in den Kofferraum ihres Autos steigen. Nachdem ich so einen empfindlichen Magen habe, durfte ich nur ganz wenig essen, aber egal die Aufregung war es wert. Nach ca. 2 Stunden Autofahrt kamen wir endlich an. Als ich ausstieg, mein Gott mir war von der Schaukelei im Auto schlecht, aber ich riss mich zusammen, wollte ja einen guten Eindruck machen, ging diese große braune Tür auf und die 2 Menschen, die mich vor ca. einer Woche besucht hatten kamen freudestrahlend heraus mit Jacken bekleidet. Ich freute mich wie ein „Schnitzel“ und zeigte mal wieder meine weißen Zähnchen. Michaela und Ralf übergaben mich an Uschi (meine Besitzerin) und wir gingen spazieren. Bei meinem ersten Spaziergang in Mauern, so heißt der Ort den ich jetzt Heimat nenne, begegnete ich meinem ersten Freund. Er sah auch irgendwie witzig aus aber er ist jetzt einer meiner besten Kumpels. Er heißt „Plako“ und ist auch von einer Tierschutzorganisation. Da waren auch meine Tierärztin und Freundin meiner Besitzer, die hat nämlich Ihre Stallungen ganz Nahe am Wald. Als wir wieder zurückgingen rannte mein Herrchen „Michael“ vor und als ich dann am Auto vorbeilief wusste ich, jetzt ist es soweit. MEIN HEIM, mein FRAUCHEN und MEIN Herrchen, sollte mein 2 ½ jähriger geträumter Hundetraum jetzt Wirklichkeit werden? Diese große braune Tür war jetzt geöffnet und als ich mit meinem Frauchen dort reinging durfte ich von der Leine los und rumschnüffeln ohne Ende, ohne irgendwelche NEIN oder sonstiges. Sogar ein Körbchen – was ich mittlerweile einer meiner Hundefreundinnen geschenkt habe – mit einer schönen dicken Decke und einem Lammfell stand im Raum, doch ich entschied mich für den Platz vor dem Sofa. Ach ja und ich hatte sogar auch einen Trinknapf und einen Fressnapf, genial.

 

Dann unterhielten sich diese 4 wichtigen Menschen in meinem Leben und ich verstand nur, das ich HIER bleiben durfte. Michaela und Ralf blieben doch einige Zeit, damit meine Angst schneller verschwinden sollte, aber ich fühlte mich sofort wohl. Nach 3 Stunden Aufenthalt lag ich sogar völlig relaxt auf meiner Decke vor dem Sofa. Meinen eigentlichen Schlafplatz habe ich aber in der Nähe von Frauli und Herrlis Bett und auch nach der ersten Nacht – ich habe geschlafen wie 100 Hundebabies am Bauch Ihrer Mama – durfte ich meinen Schlafplatz behalten.

Mittlerweile habe ich, dank meiner Besitzer, meine Angst vor Fremden so gut wie abgebaut, nur wenn jemand Fremdes in unser Haus kommt, bin ich manchmal noch ein wenig unsicher, aber bei den Menschen die ich bereits kenne, ist es kein Problem mehr. Ich kann sogar meine Spielzeuge auseinander halten, wenn mein Frauchen mir sagt, was ich zum Spielen holen soll. Sogar Männchen machen kann ich und das Ganze habe ich erlernt ohne Zwang. Ich liebe es mit meinem Frauchen jeden Morgen 1 Stunde Joggen zu gehen, am frühen Nachmittag geht es dann rund, da ist Gassi gehen mit Freunden oder alleine angesagt ( ca. 3 Stunden). Vorm Abendbrot gehen wir noch mal eine „winterliche Abend-Runde“ und bevor wir ins Betti gehen...richtig, geht’s noch mal raus, aber nur zum kurzen Beinchen heben, damit meine Nacht nicht zu lang wird. Wenn ich morgens aufwache, denke ich so bei mir, „man hab ich ein Glück, dass ich HIER gelandet bin, endlich habe ich ein Zuhause mit Menschen die mich wirklich lieben, mit all meinen neuen tierischen Freunden sowie ein Haus mit großem Garten und Wald und Wiesen soweit das Hundeauge reicht. Nächstes Jahr werde ich zum Hütehund ausgebildet, dass wir ein Fun werden, vor allem weil ich mit den Schafen von meiner Tierärztin üben darf...wuff, wuff. Und noch was, ich habe sogar einen Preis bei einem Fotowettbewerb gewonnen und das wo mein Frauchen noch nie in Ihrem Leben etwas gewonnen hat, ich bringe ihr wohl Glück.

 

Ach ja, ihr wollt sicherlich wissen, warum ich diesen komischen Namen habe? Ist doch klar, weil ich aus dem Stand mal eben 2.20 Meter HOCH springen kann, deshalb gaben mir Michaela und Ehepaar Krämer diesen Namen. Und ein Ball aus Gummi nennt man doch in Eurer Menschensprache „Flummi“ oder?

 

Ich grüße und wünsche all meinen alten tierischen Freunde in TH Marktoberdorf, dass sie bald ein ebenso traumhaftes Zuhause finden und vor allem Danke ich dem ganzem Team für all Ihre Geduld und Ihre Pflege.

Tierische Grüße und ein dickes Wuff
Euer Flummi sowie meine Besitzer Uschi und Michael