... Jack?

Seit fast 3 Jahren sind wir beinahe an jedem Wochenende im Tierheim zu finden. Sicher gab es da den einen oder anderen Hund, der uns gefallen hätte. Mit Jack war es Liebe auf den ersten Blick. Und doch sollte es lange Monate dauern, bis er bei uns einzog.

Im April letzten Jahres kam unsere Tochter ganz aufgeregt aus dem Hu8ndehaus. Ein Neuzugang – der würde Papa gefallen! Ein „Minidobermann“ namens Jack saß in seinem Körbchen mit Schaffell und schaute uns mit großen Augen An. Auch wir waren ganz angetan. Aber der war ja sicher nur auf „Besuch“ da. War er dann aber doch nicht…

Im April letzten Jahres (2004) kam unsere Tochter ganz aufgeregt aus dem Hundehaus. Ein Neuzugang – der würde Papa gefallen! Ein „Minidobermann“ namens Jack saß in seinem Körbchen mit Schaffell und schaute uns mit großen Augen An. Auch wir waren ganz angetan. Aber der war ja sicher nur auf „Besuch“ da. War er dann aber doch nicht…

Langsam freundeten wir uns an. Aber daran. Aber daran, Jack wirklich zu uns zu nehmen, haben wir zu diesem Zeitpunkt überhaupt noch nicht gedacht. So ein netter kleiner Kerl wie der findet sicher bald ein neues Zuhause. Jack war dann sogar im Fernsehen, bis aus München riefen die Interessenten an. Gekommen ist aber dann niemand und auch sonst konnte sich fast keiner so recht für ihn begeistern.

Dann kam der Sommer und mit ihm die Operationen. Mitleid hatten viele mit ihm und seinem Gipsbein, aber sich so einen Hund nach Hause holen? Das wagte wiederum keiner, wusste man doch noch nicht, ob Jack sein Bein behalten würde. Bei den wenigen Interessenten taten sich unüberwindliche Hindernisse auf. Und wir begannen zu überlegen, was wäre wenn wir…?

Wir hofften trotzdem noch immer: auf den Tag der offenen Tür, auf den einen Menschen, der sich wie wir in Jack verlieben würde, so zusagen auf ein kleines Wunder. Aber uns war insgeheim klar: Wenn er bis November nicht weg ist, ist er unser.

Zwar musste erst die Vermieterin überzeugt werden, aber auch sie konnte Jacks Charme nicht lange widerstehen (und ist inzwischen einer seiner größten Fans – und das sind nicht wenige).

So kam es also, das Jack bei und einzog, sofort zu Hause war und alle um den Finger wickelte. Er macht uns so richtig viel Freude und hat, wie gesagt, eine große Fangemeinde. Der Fernseher ist inzwischen fast überflüssig geworden: Jack beim Suchen der richtigen Schlafposition (Schlafen ist eines seiner Hobbies), Aufschütteln seines Kissens und Einwühlen in die Decken zu beobachten, ist abendfüllend genug.

Nächstes Jahr geht Jack übrigens auf große Fahrt: Es ist ein Urlaub in Mecklenburg geplant, mit extra großem Grundstück und eigenem Zugang zum See.

Wir bedanken uns ganz herzlich bei der Familie Hämmerlein für ihr gesamtes Engagement und ihren Einsatz für unseren Dt. Pinscher Jack. Jack hat seine Operationen zur Rettung seines Hinterbeines den Umständen entsprechend gut überstanden (sie konnten es in unseren Berichten verfolgen) und auch seine seelischen Wunden und Qualen konnten durch die liebevolle Betreuung seiner neuen Familie Stück für Stück heilen.